Reduzierte N-Düngung

Als Maßnahme „reduzierte Stickstoffdüngung" wird der Ab­schluss Freiwilliger Vereinbarungen mit einer festen Begren­zung der maximalen N-Düngungshöhe bezeichnet. Die Maß­nahme zielt auf eine ausgeglichene bis leicht negative N-Bilanz auf „hoch" bis „sehr hoch" austragsgefährdeten, flachgründigen Standorten ab.

 

Der Grundwasserschutz-Erfolg einer reduzierten N-Düngung ist kurzfristig nur über einen ggf. reduzierten N-Bilanzsaldo nach­weisbar. Eine Minderung der Herbst Nmin- Werte oder der Nitrat-Konzentration im Sicker­wasser ist bei einer Düngereduktion nur zu erwarten, wenn das Ausgangsniveau deutlich oberhalb der Dün­gung nach Soll­wert-Methode lag. Im Normalfall do­mi­nieren die standortgebundenen Parameter des Stickstoffumsatzes im Boden langjährig über die Bewirt­schaftungseinflüsse, so dass eine Senkung des N-Düngeniveaus erst nach mehrjähriger Verzögerung im Bo­den nachweisbar ist.
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