Herbst Nmin-Werte - viel hilft nicht viel

 Die Herbst-Nmin-Werte beschreiben den Gehalt an mineralischem Stickstoff (Nitrat + Ammonium) im Hauptwurzelraum des Bodens zu Vegetationsende und stellen das konkrete N-Auswaschungspotenzial im darauffolgenden Winter dar. Mit durchschnittlich 53 kg Nmin/ha liegen die diesjährigen Herbst-Nmin-Werte auf einem mittleren Niveau (siehe folgende Abbildung). Um dem Ziel einer Nitratbelastung von 50 mg/l im Sickerwasser noch näher zu kommen, müssen weitere Anstrengungen unternommen werden. Dieses Ziel wäre bei einem mittleren Herbst-Nmin-Wert von ca. 25 kg Nmin/ha erreicht.

Die Herbst-Nmin-Werte 2001 - 2014

 

Bei der Auswahl einzelner Untersuchungsflächen wurde auf aktuelle  Fragestellungen geachtet und muss für die DIWA-Shuttle Auswertungen eine ausreichende Anzahl von Proben zur Verfügung stellen:

  • Raps, Mais und Leguminosen hinterlassen die höchsten mittleren Herbste-Nmin-Werte deutlich über dem Mittelwert von 53 kg N/ha.
  • Leguminosenfreie Zwischenfrüchte führen bekanntlich bei moderater Andüngung zu niedrigen Herbst-Nmin-Werten. Mit der Einarbeitung im Frühjahr beginnt die N-Freisetzung. In Abhängigkeit von der Höhe der N-Andüngung und von dem Zeitpunkt der Einarbeitung kann eine Stickstoff-Wirkung 10 – 30 kg N/ha in der Vegetationsperiode der Folge-Hauptfrucht angerechnet werden.
  • Begrünte Flächen und Flächen nach Zuckerrüben wiesen mit 17kg N/ha  bzw 16 kg N/ha die niedrigsten Herbst-Nmin Werte auf.
  • Niedrige Herbst-Nmin-Werte liegen auch nach der Triticaleernte vor. Auf 6 Flächen  wurden im Schnitt 30 kg Nmin/ha gemessen.
  • Die Grünlandflächen liegen im Mittel mit 33 kg N/ha um 10 kg über dem langjährigen Wert. Dieser Unterschied unterstreicht die ehöhte Herbstmineralisation in diesem Jahr.
  • sieben höhere Nmin-Werte über 80 kg Nmin/ha nach der Weizenernte sind ursächlich auf langjährig oganische Düngung-Düngung und auf eine bodenbedingt hohe Stickstofffreisetzung zurückzuführen.
  • Die höheren Herbst-Nmin-Werte wurden größtenteils auf drei Schlägen nach Silomais gemessen. Die Werte lagen über 100 kg Nmin/ha. Hierbei handelt es sich um Flächen mit langjähriger organischer Düngung. Die hohen Herbst-Nmin-Werte sind ein Zeichen dafür, dass die Stickstoffnachlieferung aus dem Boden noch stärker berücksichtigt und somit die mineralische N-Ergänzungsdüngung zum Silomais zusätzlich zur organischen Düngung und Unterfußdüngung zur Saat noch weiter reduziert werden kann. In einigen Fällen kann auch auf eine weitere mineralische N-Ergänzungsdüngung verzichtet werden. Mit einer Nmin-Untersuchung Mitte/Ende Juni und gleichzeitiger Untersuchung des Nitratgehaltes in den Silomaispflanzen kann dann geprüft werden, ob die N-Versorgung ausreichend ist. Unter Berücksichtigung des Witterungsverlaufes können dann Rückschlüsse gezogen werden, in welche Richtung eine weitere Anpassung der N-Düngung in den nächsten Jahren erfolgen sollte. Im ersten Schritt ist deswegen die Kalkulation der N-Düngung nach der Sollwert-Methode empfehlenswert: Auf Flächen mit langjähriger organischer Düngung ist der Sollwert von 180 kg N/ha um bis zu 20 - 40 kg N/ha niedriger anzusetzen. Nach Abzug der Nmin-Werte vor der Saat von z. B. pauschal 20 - 30 kg N/ha liegt die N-Düngung incl. der Unterfußdüngung bei ca. 110 - 140 kg N/ha.

 

Folgende Grafik zeigt die Nmin-Werte der einzelnen Erntefrüchte in der Kooperation Südharz

 

 
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